Die Liste der SofA für Niedersachsen und Schleswig-Holstein sucht noch Verstärkung.

Unter dem Link finden Sie alle Infos rund um die Sozialwahlen 2023, die immer aktualisiert werden. Wenn auch Sie sich einbringen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Auf jeden Fall ist es wichtig Mitte April 2023 den Fragebogen zur Wahl an die SVLFG zurückzusenden um Sie in die entsprechende Wählergruppe (mit oder ohne fremde Arbeitskräfte oder Arbeitnehmer) einzuordnen und Ihnen die richtigen Wahlunterlegen zu zusenden. 

https://sozialwahlen2023.landvolk.net

Sozialwahl

 

70 landwirtschaftliche Betriebe in ganz Niedersachsen haben am 19. Juni ihre Türen geöffnet, um über die moderne Landwirtschaft zu informieren. Vier von ihnen kommen aus unserem Verbandsgebiet: Mit dabei waren das Klostergut Dibbesdorf, wo auch Kammerpräsident Gerhard Schwetje zu Beginn ein paar Grußworte sprach, der Cassenshof von Niels Pelka in Watzum, der seinen neuen Bio-Legehennen-Stall eingeweiht hat, Christoph Löhmann aus Süpplingen hat seine mobilen Legehennenställe vorgestellt und bei Pape’s Gemüsegarten in Lamme war „Schorse“ von NDR 1 Radio Niedersachsen den ganzen Tag über zu Gast und hat mehrfach Live-Schaltungen in den Nachmittagssendungen gemacht.download.gif

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Unterstützung erhielten die Veranstalter durch viele Gruppen und Vereine, die zum Beispiel ihre Arbeit vorgestellt oder bei der Bewirtung geholfen haben. So konnten sich die Interessierten über die Imkerei oder das Jagdwesen, aber auch den Wandel von historischen zu modernen Landmaschinen und Vielem mehr informieren. So war in Süpplingen das mobile Praxislabor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aufgebaut, um Einblicke in die digitale Entwicklung zu gewähren.

Vorstand und Geschäftsführung ließen es sich nicht nehmen, auf den einzelnen Betrieben vorbeizuschauen und mit den teilnehmenden Landwirten, aber auch Gästen ins Gespräch zu kommen.

Bei den Besuchern kam der Tag des offenen Hofes gut an. Mehrere Tausend Interessierte hatten sich auf den Weg gemacht, um das Angebot zu nutzen.

 

 

Groß Denkte. In Form eines Feldtages haben Ulrich Löhr und Carsten Behr, zwei Landwirte aus dem Kreis Wolfenbüttel, erste Eindrücke aus ihrer Teilnahme am Projekt FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) vorgestellt. Mit diesem Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird das Ziel verfolgt, die Biodiversität auf Ackerflächen zu erhöhen und dies in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Landvolk.

Ohne coronabedingte Einschränkungen haben nun erstmals sich zahlreiche Interessierte aus Landwirtschaft, Politik und verschiedenen Institutionen am Feld vom konventionell wirtschaftenden Landwirt Ulrich Löhr getroffen, um sich über das Projekt zu informieren und über Chancen, Nutzen, aber auch Grenzen zu diskutieren.
Nachdem im vergangenen, ersten Projektjahr auf den Flächen Winterweizen angebaut wurde, steht in diesem Jahr mit der Zuckerrübe eine etwas anspruchsvollere Feldfrucht in der Fruchtfolge bei den beiden Landwirten. Die Besonderheit bei den beiden Groß Denktern ist dabei, dass die Aussaat mithilfe eines Feldroboters und nicht wie sonst üblich mit einer Drillmaschine erfolgt ist. Dieser Roboter ist Sämaschine und Unkrauthacke zugleich. Im Roboter wird anhand von GPS-Daten genau erfasst, wo das Rübensaatgut in den Boden gelegt wurde, später fährt der Roboter in seiner Funktion als Unkrauthacke durch den Pflanzenbestand. Hierbei werden nur Pflanzen entfernt die im Standort nicht als Rübe gespeichert sind. Hierzu konnten Löhr und Bio-Landwirt Behr schon ein erstes Fazit ziehen: „Der Roboter ist eine gute Weiterentwicklung, es gibt aber noch Verbesserungsmöglichkeiten. Wir haben aber schon gesehen, dass der Roboter bei den Pflegemaßnahmen sehr dicht an die Rübenpflanzen herankommt und einen Großteil der Unkräuter beseitigt hat“, so Ulrich Löhr. Wie sich die Form der Bearbeitung und der Verzicht auf Insektizide und Herbizide letztlich auf die Rüben und den Ertrag auswirke, könne jedoch erst im Herbst bei der Ernte festgestellt werden.
Erste Ergebnisse gibt es jedoch schon zum ersten Projektjahr 2021, wenn auch nur vorläufige, wie Projektcoach Jana Tempel vom Netzwerk Ackerbau Niedersachsen, betont. So seien auf etwa 40 Prozent der Maßnahmenflächen gleiche Erträge des Winterweizens wie auf den konventionellen Vergleichsflächen erwirtschaftet worden. Allerdings hätten auch drei Betriebe eine Ertragseinbuße von mehr als 25 Prozent zu verzeichnen gehabt. Ergänzend zu den Erläuterungen zum Projekt stellten Martina Diehl und Astrid Thorwest die Modellregion Peine-Wolfenbüttel im Niedersächsischen Weg vor. Die Anwesenden nutzen die Gelegenheit für rege Diskussionen und interessierte Blicke sowohl auf die Flächen als auch den Feldroboter. 
 
 
 
Infokasten:
Im Rahmen des FINKA-Projektes arbeiten niedersachsenweit 60 Landwirte zusammen und bilden dabei 30 Betriebspaaren, von denen jeweils ein Partner konventionell und der andere ökologisch wirtschaftet. Die konventionell arbeitenden Landwirte stellen eine Fläche zur Verfügung, die nach ökologischen Gesichtspunkten bearbeitet wird, dabei steht der Partner mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt mit technischen Geräten, zum Beispiel zur Unkrautbekämpfung. Denn das spielt eine besondere Rolle: Auf diesen sogenannten Maßnahmenflächen verzichtet der konventionell arbeitende Landwirt auf den Einsatz von Mitteln zur Bekämpfung von Insekten und Unkraut. Somit soll beobachtet werden, inwieweit sich der Verzicht auf die Entwicklung der nützlichen Insekten, aber auch der Schädlinge sowie der Kulturbegleitkräuter auswirkt. Begleitet wird diesbezüglich das Projekt von der Universität Göttingen und vom Forschungsinstitut Alexander König aus Bonn.

 

Auf Einladung des Nds. Landvolks Braunschweiger Land folgte der CDU Landesvorstand Braunschweig ins Grüne Zentrum.
Zu Gast waren neben dem Vorsitzenden des CDU-Landesverbandes Braunschweig und Landtagsvizepräsidenten Frank Oesterhelweg aus Wolfenbüttel, die Vorstandsmitglieder, Carsten Müller (MdB) aus Braunschweig, Veronika Koch (MdL) aus Helmstedt und Beisitzer Christoph Plett (MdL) aus Peine, die Kreisvorsitzende Andrea Kempe aus Salzgitter sowie der Landesgeschäftsführer Andreas Weber.
Kritisch wurden die Themen „Rote Gebiete“, Hochwasserschutz, Flächennutzung, der Grundstücksverkehr und die GAP 2023 diskutiert. In weiteren aktuellen Themen, wie den Netzausbauvorhaben und der Freiflächenphotovoltaik, will man vor Ort zielführende bilaterale Gespräche führen.


Erschwerend hinzugekommen ist die seit dem 24. Februar bestehende Kriegssituation in der Ukraine. „Die Landwirte stehen mit dem Rücken zur Wand. Hohe Energie- und Treibstoffkosten, gestiegene Preise für Pflanzenschutz- und Futtermittel sowie für Dünger und Saatgut sorgen inzwischen in vielen Betrieben für Existenzängste“, macht Ulrich Löhr Vorsitzender Landvolk deutlich. „Wir niedersächsische Abgeordnete arbeiten daran, gemeinsam mit der Bundes- und Europaebene eine politische Lösung für die aktuelle Situation in der Landwirtschaft zu bekommen, damit die für alle unfaire Kostenspirale gestoppt wird“, brachte Frank Oesterhelweg zum Ausdruck.


Fazit war, gemeinsam Projekte vorwärts zu bringen, sich am Niedersächsischen Weg zu orientieren und dabei die Sicherung der Bevölkerung mit Lebensmittel zu gewährleisten, darüber hinaus aber auch weiter einen Beitrag zur Ernährung der Menschen weltweit zu leisten.

 

Carsten Petrick (Jägermeister), Michael Irmler (BÄKO), Michael Frey (Mühle Rüningen) Aline Wandt (Wandt Spedition), Stefan Trapp (BÄKO), Andrea Ostheer (Jägermeister), Ulrich Löhr (Landvolk Braunschweiger Land), Dr. Gunnar Breustedt (Landwirt), Wilfried Henties (Landvolk

Derzeit erreichen viele Hilferufe aus den Kriegsgebieten der Ukraine Deutschland - so auch den Landwirt Dr. Gunnar Breustedt aus Weddingen im Landkreis Goslar. Ein befreundeter Berufskollege, Dr. Alex Lissitsa, bat um Hilfe für die Menschen seiner Region, die abgeschnitten von der inländischen Versorgung ist.  Er ist Vorstandsvorsitzender eines großen, börsennotierten Landwirtschaftsunternehmen (IMK) in der Ukraine. Zusammen mit anderen Experten hat ihn die ukrainische Regierung in das Transportministerium eingezogen, um Lebensmittel zu beschaffen und im Land - so gut es geht - zu verteilen. Zurzeit arbeitet er gemeinsam mit der Regierung von Lemberg (Lwiv) im Westen der Ukraine einen Plan zur Verteilung der dringend benötigten Lebensmittel aus. 90 Prozent dieser Lebensmittel würden laut Lissitsa gegenwärtig in Charkiw und Mariupol verteilt. Noch gebe es Strom zum Backen, sonst müsse auf Holz umgestiegen werden, macht er die dramatische Lage deutlich.

Dr. Gunnar Breustedt nahm daraufhin Kontakt zu Christian Scherb aus Bredelem, Vertreter des Niedersächsischen Landvolks im Kreis Goslar, auf. Sofort sagte der von ihm angesprochene Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau die Einbindung von deren Mitgliedsmühlen zu. Diese leisteten sofort unbürokratische Hilfe. So wurden von sechs niedersächsischen Mühlen umgehend haushaltfähige Mehlpackungen im Wert von rund 30 000 Euro bereitgestellt. Sehr freut sich darüber der Vorsitzende des Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr, über die spontane Antwort einer Mühle, die schlicht nur „Wann, wieviel, wohin?“ lautete. Schnell entwickelte sich daraufhin das Grüne Zentrum in Braunschweig zur Schaltzentrale der Organisation und konnte das Transportunternehmen Adalbert Wandt aus Braunschweig sowie die Firma Mast-Jägermeister aus Wolfenbüttel für die Transport-Logistik gewinnen. Die Firmen stellen kostenlos Lastkraftwagen zur Verfügung, um die Lieferungen der Mühlen, welche zuvor bei der BÄKO zusammengeführt wurden, in ein Umschlaglager nahe der polnisch-ukrainischen Grenze zu bringen. Dieses Umschlagslager für Nahrungsmittel aus ganz Niedersachsen wurde kurzfristig von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft mit Partnern vor Ort organisiert.

„Auch wenn diese eine Lieferung nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann, zeigt es doch, wie in der Not hier in der Region großzügig, schnell und unbürokratisch geholfen wird“, betont Ulrich Löhr. 

(Personen von links nach rechts; Bildrechte: Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau)

Mehl-Foto:

Carsten Petrick (Jägermeister), Michael Irmler (BÄKO), Michael Frey (Mühle Rüningen), Aline Wandt (Wandt Spedition), Stefan Trapp (BÄKO), Andrea Ostheer (Jägermeister), Ulrich Löhr (Landvolk Braunschweiger Land), Carsten Grupe (Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau), Dr. Gunnar Breustedt (Landwirt), Wilfried Henties (Landvolk Braunschweiger Land), R. Dickhuth (Wandt Spedition)

LKW-Foto:

Carsten Petrick (Jägermeister), Michael Irmler (BÄKO), Michael Frey (Mühle Rüningen)

Aline Wandt (Wandt Spedition), Stefan Trapp (BÄKO), Andrea Ostheer (Jägermeister), Ulrich Löhr (Landvolk Braunschweiger Land), Dr. Gunnar Breustedt (Landwirt), Wilfried Henties (Landvolk Braunschweiger Land), Carsten Grupe (Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau), R. Dickhuth (Wandt Spedition)