60 Jahre Maschinenring Velpke-Schöppenstedt e.V. - Gemeinsam stark – seit 60 Jahren!
Was 1966 als Antwort auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft begann, ist heute wichtiger denn je: Der Maschinenring Velpke-Schöppenstedt e.V. feiert sein 60-jähriges Bestehen.
Im Februar 1966 wurde der Grundstein gelegt: Rationalisierung und Spezialisierung veränderten die Landwirtschaft rasant. Die Idee der Landwirte: Kräfte bündeln, Maschinen gemeinsam nutzen und Leistungen vermitteln – denn nicht jeder muss alles selbst besitzen, um alles bewirtschaften zu können, und so wurde der Maschinenring gegründet.
Sechs Jahrzehnte später hat dieser Gedanke nichts an Bedeutung verloren. Im Gegenteil: die gemeinsamen vermittelten Leistungen sind für viele Betriebe ein wichtiger Baustein, um den wachsenden Herausforderungen der Landwirtschaft zu begegnen.
Eine wichtige Grundlage dafür ist Vertrauen, wie Felicitas Naundorf betont. Denn ohne Vertrauen, Solidarität und gegenseitige Unterstützung durch den Maschinenring wären die großen Herausforderungen nur schwer zu meistern. „Eine starke Gemeinschaft“ ist deshalb nicht bloß ein Spruch, sondern seit 60 Jahren gelebte Praxis.

v.l.n.r. Henrik Prinke, Wilhelm Behn, Felicitas Naundorf, Henrik Meier, Mark Widdecke, Wiebke Janshen, Elisa Pape, Laura Kasten, Thomas Minge, Volker Meier
Foto: Ulli Schwarze
Doppelgeburtstag in Bornum
60 Jahre Maschinenring – und gleich noch ein Jubiläum dazu!
Denn am Sonnabend, 19. September, wird im Landkreis Helmstedt gleich doppelt Geburtstag gefeiert.
Das traditionelle Einachsleistungspflügen in Bornum wird stolze 30 Jahre alt und macht den Auftakt zur großen gemeinsamen Jubiläumsfeier. Ab 14 Uhr geht’s los mit dem Einachsleistungspflügen und um 18 Uhr beginnt der offizielle Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Maschinenrings Velpke-Schöppenstedt e.V. Jeder ist willkommen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, dafür wird ein Unkostenbeitrag erhoben, der Eintritt ist frei.
Im Gespräch mit dem Europa-Abgeordneten
Bei der Wahlveranstaltung der CDU in Büddenstedt war Hauptredner der EU-Abgeordnete David McAllister.
Für uns als Vertreter des Verbandsgebietes Helmstedt war das eine gute Gelegenheit, Themen direkt anzusprechen, die unsere Region bewegen: Mercosur, die Herausforderungen durch FFH-Lebensraumtypen und ganz allgemein die Zukunft und Entwicklung des ländlichen Raums.
Wir haben konkrete Probleme aus unserer Sicht benannt und deutlich gemacht, wo aus unserer Sicht politischer Handlungsbedarf besteht.
Europa ist schließlich nicht nur Brüssel – sondern beginnt auch hier vor Ort.
Landvolk Braunschweiger Land zieht Erntebilanz
Wetterextreme treffen auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Ernte 2026 zeigt deutlich, dass nicht allein das Wetter die Landwirtschaft vor Probleme stellt. Die Hitzeperiode Ende Juni hat insbesondere beim Winterweizen zu einer zu frühen und abrupten Abreife geführt. Die Folge sind regional geringere Erträge und Qualitätseinbußen. Die Gerste konnte aufgrund ihrer früheren Reife vielerorts besser mit der Witterung umgehen.
Für die Betriebe kommt die schwierige Ernte zu einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Situation hinzu. Hohe Kosten für Betriebsmittel, Energie, Pachten, Maschinen und Reparaturen treffen auf starke Preisschwankungen und vielfach unzureichende Erzeugerpreise. Steigende Lebensmittelpreise im Handel kommen bei den landwirtschaftlichen Betrieben nur begrenzt an. Bei geringeren Erträgen verschärft sich dieser Kostendruck zusätzlich, weil die laufenden Kosten unabhängig von der Erntemenge bestehen bleiben.
Gleichzeitig nimmt der Anpassungsdruck durch den Klimawandel zu. Die Betriebe reagieren bereits mit angepassten Sorten, veränderten Bodenbearbeitungsverfahren und einer effizienteren Wassernutzung. Auch die Beregnung gewinnt an Bedeutung. Damit solche Anpassungen möglich sind, braucht es jedoch Investitionsfähigkeit und verlässliche Rahmenbedingungen.
Landwirtschaft im Braunschweiger Land besonders vom Getreide geprägt
Im Verbandsgebiet des Landvolks Braunschweiger Land werden auf rund 162.657 Hektar Ackerfläche etwa 50 Prozent mit Getreide bestellt. Weizen und Wintergerste gehören zu den wichtigsten Kulturen.
Auch in der Region Braunschweig spielt der Getreideanbau eine zentrale Rolle: Von rund 6.897 Hektar Ackerfläche entfallen etwa 2.563 Hektar auf Weizen und 549 Hektar auf Wintergerste. Die Auswirkungen der diesjährigen Witterung betreffen damit einen wesentlichen Teil der regionalen Landwirtschaft.
Zusätzlichen Druck erzeugen politische und internationale Rahmenbedingungen. Importierte Agrarprodukte dürfen nicht zu Wettbewerbsnachteilen für heimische Betriebe führen, wenn für deren Produktion in Deutschland deutlich höhere Standards gelten. Ebenso belasten zunehmende bürokratische Anforderungen die Betriebe.
Das Landvolk Braunschweiger Land fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und faire Wettbewerbsbedingungen. Die Landwirtschaft kann sich auf Wetterextreme einstellen – dafür müssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen jedoch gegeben sein.
Die Ernte 2026 macht deutlich: Das Wetter ist der Auslöser für Ertragseinbußen, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber entscheiden darüber, wie gut die Betriebe solche Jahre verkraften können.
Tour de Flur mit dem Fahrrad
Trotz hochsommerlicher Temperaturen war die diesjährige Tour de Flur in Rhüden (Landkreis Goslar) ein voller Erfolg: 55 Teilnehmer machten sich gemeinsam auf die rund 15 Kilometer lange Fahrradtour durch die Feldmark.
Unterwegs gab es spannende Einblicke in die heimische Landwirtschaft. An der Biogasanlage in Mechtshausen wurde anschaulich erklärt, wie aus nachwachsenden Rohstoffen Energie entsteht. Viel Wissenswertes gab es auch über die angebauten Feldfrüchte zu erfahren – darunter Dinkel, Gerste, Raps, Weizen, Zuckerrüben und Körnermais.
Auf den teilnehmenden Höfen konnten moderne Landmaschinen wie Mähdrescher aus nächster Nähe besichtigt werden. Der Infowagen des Landvolkes bot zusätzlich viele interessantes Anschauungsmaterial rund um die Landwirtschaft das auch mitgenommen werden konnte. Bereichert wurde das Programm von den Landfrauen Goslar sowie der Nudelmanufaktur Gaus aus Lutter.
Zum gemütlichen Ausklang gab es kühle Getränke, leckere Bratwurst und selbstgebackenen Kuchen.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Höfen Harenberg und Schellmann, die diesen Tag mit großem Engagement gestaltet und damit einen tollen Einblick in die regionale Landwirtschaft ermöglicht haben.
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