60 Jahre Maschinenring Velpke-Schöppenstedt
Ein besonderes Jubiläum wurde kürzlich in Bornum gefeiert: Der Maschinenring Velpke-Schöppenstedt e.V. blickt auf 60 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit und Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region zurück. Rund 350 Gäste aus Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft waren der Einladung zur Jubiläumsfeier gefolgt und machten den Abend zu einem besonderen Ereignis.
Felicitas Naundorf, 1. Vorsitzende des Maschinenrings, ließ in ihrer Begrüßung die vergangenen sechs Jahrzehnte Revue passieren und stellte dabei einen Wert besonders heraus: das Vertrauen unter den Mitgliedsbetrieben.
„Sechzig Jahre Maschinenring – das sind sechzig Jahre Vertrauen. Vertrauen zwischen Betrieben, die sich Maschinen, Arbeit und manchmal auch Sorgen teilen. Dieses Vertrauen ist der eigentliche Wert, den wir hier feiern“, betonte Naundorf.
Seit seiner Gründung im Februar 1966 ist der Maschinenring ein fester Bestandteil der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Region. Über sechs Jahrzehnte hat er dazu beigetragen, dass landwirtschaftliche Betriebe gemeinsam wirtschaften, Ressourcen nutzen und sich gegenseitig unterstützen können. Gerade in einer Zeit, in der die Anforderungen an die Landwirtschaft stetig wachsen, bleibt dieser Gedanke der Zusammenarbeit von großer Bedeutung.
Auch aus Sicht des Landvolks zeigt das Jubiläum, wie wichtig starke regionale Strukturen und der Austausch unter Berufskolleginnen und Berufskollegen für die Landwirtschaft sind. Maschinenringe stehen dabei beispielhaft für gelebte Kooperation und dafür, dass Landwirtschaft auch von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung lebt.
Nach dem offiziellen Teil wurde im Festzelt ausgiebig gefeiert. Bei Tanz und Musik wurde bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam auf sechs Jahrzehnte Maschinenring Velpke-Schöppenstedt angestoßen.
Die große Resonanz auf die Jubiläumsfeier und die ausgelassene Stimmung unter den Gästen machten deutlich: Der Maschinenring ist weit mehr als eine organisatorische Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe. Er ist Teil der regionalen Landwirtschaft und Ausdruck eines starken Miteinanders.
Das Landvolk gratuliert dem Maschinenring Velpke-Schöppenstedt herzlich zum 60-jährigen Bestehen und wünscht für die kommenden Jahre weiterhin viel Erfolg, gute Zusammenarbeit und eine starke Gemeinschaft.
Im Gespräch mit dem Europa-Abgeordneten
Bei der Wahlveranstaltung der CDU in Büddenstedt war Hauptredner der EU-Abgeordnete David McAllister.
Für uns als Vertreter des Verbandsgebietes Helmstedt war das eine gute Gelegenheit, Themen direkt anzusprechen, die unsere Region bewegen: Mercosur, die Herausforderungen durch FFH-Lebensraumtypen und ganz allgemein die Zukunft und Entwicklung des ländlichen Raums.
Wir haben konkrete Probleme aus unserer Sicht benannt und deutlich gemacht, wo aus unserer Sicht politischer Handlungsbedarf besteht.
Europa ist schließlich nicht nur Brüssel – sondern beginnt auch hier vor Ort.
Landvolk Braunschweiger Land zieht Erntebilanz
Wetterextreme treffen auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Ernte 2026 zeigt deutlich, dass nicht allein das Wetter die Landwirtschaft vor Probleme stellt. Die Hitzeperiode Ende Juni hat insbesondere beim Winterweizen zu einer zu frühen und abrupten Abreife geführt. Die Folge sind regional geringere Erträge und Qualitätseinbußen. Die Gerste konnte aufgrund ihrer früheren Reife vielerorts besser mit der Witterung umgehen.
Für die Betriebe kommt die schwierige Ernte zu einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Situation hinzu. Hohe Kosten für Betriebsmittel, Energie, Pachten, Maschinen und Reparaturen treffen auf starke Preisschwankungen und vielfach unzureichende Erzeugerpreise. Steigende Lebensmittelpreise im Handel kommen bei den landwirtschaftlichen Betrieben nur begrenzt an. Bei geringeren Erträgen verschärft sich dieser Kostendruck zusätzlich, weil die laufenden Kosten unabhängig von der Erntemenge bestehen bleiben.
Gleichzeitig nimmt der Anpassungsdruck durch den Klimawandel zu. Die Betriebe reagieren bereits mit angepassten Sorten, veränderten Bodenbearbeitungsverfahren und einer effizienteren Wassernutzung. Auch die Beregnung gewinnt an Bedeutung. Damit solche Anpassungen möglich sind, braucht es jedoch Investitionsfähigkeit und verlässliche Rahmenbedingungen.
Landwirtschaft im Braunschweiger Land besonders vom Getreide geprägt
Im Verbandsgebiet des Landvolks Braunschweiger Land werden auf rund 162.657 Hektar Ackerfläche etwa 50 Prozent mit Getreide bestellt. Weizen und Wintergerste gehören zu den wichtigsten Kulturen.
Auch in der Region Braunschweig spielt der Getreideanbau eine zentrale Rolle: Von rund 6.897 Hektar Ackerfläche entfallen etwa 2.563 Hektar auf Weizen und 549 Hektar auf Wintergerste. Die Auswirkungen der diesjährigen Witterung betreffen damit einen wesentlichen Teil der regionalen Landwirtschaft.
Zusätzlichen Druck erzeugen politische und internationale Rahmenbedingungen. Importierte Agrarprodukte dürfen nicht zu Wettbewerbsnachteilen für heimische Betriebe führen, wenn für deren Produktion in Deutschland deutlich höhere Standards gelten. Ebenso belasten zunehmende bürokratische Anforderungen die Betriebe.
Das Landvolk Braunschweiger Land fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und faire Wettbewerbsbedingungen. Die Landwirtschaft kann sich auf Wetterextreme einstellen – dafür müssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen jedoch gegeben sein.
Die Ernte 2026 macht deutlich: Das Wetter ist der Auslöser für Ertragseinbußen, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber entscheiden darüber, wie gut die Betriebe solche Jahre verkraften können.
Tour de Flur mit dem Fahrrad
Trotz hochsommerlicher Temperaturen war die diesjährige Tour de Flur in Rhüden (Landkreis Goslar) ein voller Erfolg: 55 Teilnehmer machten sich gemeinsam auf die rund 15 Kilometer lange Fahrradtour durch die Feldmark.
Unterwegs gab es spannende Einblicke in die heimische Landwirtschaft. An der Biogasanlage in Mechtshausen wurde anschaulich erklärt, wie aus nachwachsenden Rohstoffen Energie entsteht. Viel Wissenswertes gab es auch über die angebauten Feldfrüchte zu erfahren – darunter Dinkel, Gerste, Raps, Weizen, Zuckerrüben und Körnermais.
Auf den teilnehmenden Höfen konnten moderne Landmaschinen wie Mähdrescher aus nächster Nähe besichtigt werden. Der Infowagen des Landvolkes bot zusätzlich viele interessantes Anschauungsmaterial rund um die Landwirtschaft das auch mitgenommen werden konnte. Bereichert wurde das Programm von den Landfrauen Goslar sowie der Nudelmanufaktur Gaus aus Lutter.
Zum gemütlichen Ausklang gab es kühle Getränke, leckere Bratwurst und selbstgebackenen Kuchen.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Höfen Harenberg und Schellmann, die diesen Tag mit großem Engagement gestaltet und damit einen tollen Einblick in die regionale Landwirtschaft ermöglicht haben.
Agrarnachwuchs erhält Spitzenabschluss
Zwischen den roten Dünen Namibias und den landwirtschaftlichen Betrieben im Gebiet des Landvolks Braunschweiger Land liegen ca. 8.000 Kilometer – und doch gehören beide Orte für eine Landwirtin und einen Landwirt aus der Region nun zu ihrer Ausbildungsgeschichte. Nach einem anspruchsvollen Jahr haben
Lenn Heise aus Meine OT Grassel
Merit Hornbostel aus Edemissen OT Wehnsen
Johannes Brandes aus Süpplingenburg
die Fachschule Agrarwirtschaft der Albrecht-Thaer-Schule in Celle erfolgreich abgeschlossen und dürfen ab sofort den Titel „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ und „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ führen.
Insgesamt erhielten sieben Absolventinnen und 25 Absolventen ihre Urkunden am 24. Juni im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Heidehof Ahnsbeck. Mehr als 250 Gäste nahmen an der Verabschiedung teil.
Die Weiterbildung gilt als eine der anspruchsvollsten Qualifikationen im landwirtschaftlichen Bereich. Das sogenannte „Thaer-Seminar“ ist mit einer Meisterausbildung vergleichbar und vermittelt neben umfassenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch die Ausbilderberechtigung sowie die Fachhochschulreife.
Doch nicht nur Zahlen, Strategien und Betriebsentwicklung standen auf dem Lehrplan. Ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Studienreise nach Namibia. Dort erhielten die angehenden Betriebswirte Einblicke in Betriebe mit dem Schwerpunkt Rinderhaltungsbetriebe und Jagdtourismus. Im berühmten Sossusvlei bot sich ihnen ein seltenes Naturschauspiel: Nach außergewöhnlich ergiebigen Regenfällen standen Seen zwischen den sonst trockenen Sanddünen. Kulturelle Eindrücke in Swakopmund und eine Quadtour durch die Wüste rundeten die Reise ab.
Die Fachschule Agrarwirtschaft in Celle blickt in diesem Jahr auf eine hundertjährige Geschichte zurück und genießt weit über Niedersachsen hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren Bundesländern entscheiden sich bewusst für die Weiterbildung in Celle. Voraussetzung sind eine bereits abgeschlossene landwirtschaftliche Ausbildung, praktische Berufserfahrung sowie der Abschluss der einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft.
Weitere Informationen zur Fachschule Agrarwirtschaft gibt es bei der Albrecht-Thaer-Schule Celle unter:
www.ats-bbs3celle.eu/agrarwirtschaft.html
Quelle:
Albrecht-Thaer-Schule – BBS III Celle
Abteilung Agrarwirtschaft
Am Reiherpfahl 14
29223 Celle
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